Tod im Larp

In den letzten zehn Jahren habe ich viele verschiedene Cons bei einigen Orgas besucht. Auf einigen davon war das Risiko zu sterben sehr gering, auf anderen war es fast unmöglich nicht zu sterben. Beide Arten von Spielen haben ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen.

 

Das ewige Leben

Mittelalter KleidAuf Cons, die eine Umgebung schaffen, in der die Wahrscheinlichkeit im Spiel zu sterben sehr gering ist, entwickeln die Charaktere häufig eine höhere Tiefe und intensivere Bindungen untereinander. Auf der anderen Seite entwickelt sich auf diesen Larps auch schneller Langeweile. Eine Umgebung, in der im Grunde nichts passieren kann klingt nicht gerade sehr abenteuerlich. Hier bilden sich schnell massive OT-Blasen und die Spieler verlieren den Plot aus den Augen.

 

Den Tod auf den Fersen

broken swordIm Gegensatz dazu stehen Cons, auf denen die Spieler wahre Todesängste ausstehen. Wo die Gefahr zu sterben immer größer wird und kaum jemand damit rechnet seinen Charakter wieder mit nach Hause zu nehmen, entstehen Wegwerf-Helden. Die Bindung zum eigenen Charakter nimmt ab und intensives Rollenspiel findet seltener statt. Auf der anderen Seite ist die Angst zu sterben natürlich auch ziemlich spannend.

 

Die perfekte Mischung

Die perfekte Mischung für die eigene Con zu finden ist sehr schwierig und hängt in vielen Fällen auch vom Genre ab. Auf Zombie-Cons das Auftreten von Wegwerf-Charakteren zu verhinern wird sicherlich nicht so einfach. Die meisten Cons bewegen sich vonn selbst irgendwo im Mitttelfeld zwischen Ambiente-Erlebnis und Trauma-Erfahrung.

Auf einer gelungenen Con gehört es für mich dazu, mit der unterschwelligen Bedrohung zu leben auch mal sterben zu können. Allein dieser Eindruck kann schon dafür sorgen, absolut unrealistische Entscheidungen und Aktionen Ad Acta zu legen.

 

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